Aquarium Luftsprudler zur Fisch-Bespaßung

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In vielen Aquaristik Foren wird immer wieder diskutiert, ob ein Aquarium Luftsprudler ins Aquarium gehört oder nicht. Vor allem Einsteiger verwenden diese Luftpumen gerne aus ästhetischen Gründen. Allerdings haben die Luftsprudler einen entscheidenen Einfluss auf das Gleichgewicht zwischen CO² und O² im Wasser. Speziell zu dem Thema CO² finden man im Internet viele Halbwarheiten oder Beiträge die schlicht weg falsch sind. In diesem Artikel möchte ich einmal klarstellen was es mit den Luftsprudlern und CO² Anlagen wirklich auf sich hat. 

Was Aquarium Luftsprudler wirklich können

Fangen wir mit den Grundlagen an. CO² oder auch Kohlenstoffdioxid ist ein Nährstoff für Pflanzen. CO² wird in jedem Aquarium automatisch durch den Stoffwechsel der Lebewesen produziert. Die Fische und auch die Bakterien sind also grundlegend für die Produktion von CO² verantwortlich. Sobald die Beleuchtung im Aquarium eingeschalltet wird, setzt die Photosynthese ein. Bei der Photosynthese werden aus CO², Licht und Wasser energiereiche organische Verbindungen produziert, von denen die Pflanzen sich ernähren. Besonders wichtig ist jedoch, dass durch die Photosynthese Sauerstoff freigesetzt wird und somit eine wichtige Grundlage für jede Form von Leben im Aquarium geschaffen wird.

Für den Aquaristen ist also vorrangig der Gehalt von CO² im Wasser wichtig und dieser sollte somit überwacht und wenn nötig erhöht oder gesenkt werden. Für einen optimalen Pflanzenwuchs wird ein Gehalt von 20-25mg/l empfohlen. Sollte das Aquarium also schlecht bepflanzt und beleuchtet sein, wird zu wenig CO² verbraucht und die Konzentration von CO² steigt. In diesem Fall kann mit einem Luftsprudler das Wasser belüftet werden. Sollte das Aquarium jedoch sehr gut beleuchtet sein und zudem auch viele Pflanzen enthalten, kann es vorkommen das zu viel CO² verbraucht wird. Ist das der Fall, kommen die CO² Anlagen zum Einsatz.

So weit so gut. Wofür genau sind denn nun die Luftsprudler zuständig? Aquarium Luftsprudler reichern das Wasser mit Sauerstoff (O²) an. Sollten die Pflanzen also zu wenig Sauerstoff produzieren, kann ein Luftsprudler das Wasser wieder mit ausreichend Sauerstoff anreichern. Luftsprudler haben im Aquarium also durchaus ihre Daseinsberechtigung. Allerdings gibt es ein Problem. Bei der Verwendung eines Luftsprudlers wird das für die Pflanzen so wichtige CO² aus dem Wasser gelöst. Wie das genau von statten geht möchte ich an dieser stelle garnicht genau erläutern, wichtig ist, dass es für die Pflanzen nicht gut ist wenn der CO² gehalt im Wasser zu gering ist. Im Umkehrschluss würde somit auch die Produktion von O² durch die Pflanzen sinken.

Fazit 

Bevor Sie sich eine CO² Anlage kaufen, sollten Sie Ihre Wasserwerte genau ermitteln. Sollte der CO² gehalt im Wasser ausreichend sein, müssen Sie auch keine CO² Anlage kaufen. Auch die Verwendung eines Aquarium Luftsprudlers ist nicht nötig, wenn der Sauerstoffgehalt im Wasser ausreichend ist. In der Regel versorgen die Pflanzen das Wasser mit ausreichend Sauerstoff. Lediglich im Sommer, bei hohen Temperaturen, kann es passieren, dass das gleichgewicht im Aquarium ein wenig ins wanken kommt und zu wenig Sauerstoff im Aquarium ist. Erkennen können Sie das daran, dass die Fische auffälig oft an der Wasseroberfläche sind und nach Luft schnappen. In diesem Fall kommt der Aquarium Luftsprudler zum Einsatz. Er ist also ein wichtiges Zubehör, das jeder Aquarist besitzen sollte.

Einen kleinen Nebeneffekt von Aquarium Luftsprudlern möchte ich aber noch erwähnen. Die Fische können einen Heidenspaß an den kleinen Bläschen haben. Besonders wenn er nur selten zum Einsatz kommt. Meine Welse lassen sich den Bauch kraulen und die Schwertträger versuchen den Weibchen zu imponieren, indem sie durch die gefährlichen Bläschen schwimmen. Es schadet also nicht, wenn die Luftpumpe ein paar mal die Woche für kurze Zeit läuft. Aber achten sie dabei auf den CO² gehalt des Wassers.